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Kontrast in der Fotografie – wie setzt Du ihn richtig ein?

Jede:r von uns hat Kontraste schon mal verwendet – zumindest unbewusst. Aber was genau sind Kontraste und wie kann man einen Kontrast als Stilmittel verwenden? Genau diese Fragen werden wir heute kurz und knapp klären. Doch zu Beginn: Ein Kontrast – was ist das eigentlich? 

Was bedeutet Kontrast?

Wenn wir in der Fotografie von Kontrasten sprechen, dann sprechen wir vom Unterschied der Helligkeit zwischen den hellen und dunklen Teilen des Bildes. Dabei bezeichnet man diesen auch manchmal als Farbtiefe. 

Gibt es Kontraste ohne Licht?

Diese Frage lässt sich ganz einfach mit Nein beantworten. Da es generell kein Bild ohne Licht gibt, gibt es auch keine Kontraste ohne Licht, da Kontraste nur durch unterschiedliche Lichtverhältnisse zwischen verschiedenen Punkten entstehen. Das heißt, Licht ist beim Fotografieren IMMER erforderlich. Dabei musst Du jedoch wissen: Licht ist nicht immer gleich Licht, denn nicht jede Lichtart eignet sich für jedes Motiv. 

Mit der Zeit wirst Du lernen zu erkennen, ob Ort, Motiv und Licht zueinanderpassen oder nicht. Sollte das nicht der Fall sein, musst Du Dich fragen, ob Du das Licht „manipulieren“ kannst, wie durch einen Reflektor, oder ob Du lieber zu einem anderen Zeitpunkt zurückkommen solltest. 

Bild Beitrag Kontrast Rheinauhafen

Der Kontrastumfang 

Unser Auge nimmt Kontraste viel besser wahr, als Deine Kamera. Beim Fotografieren hast Du nämlich im Endeffekt zwei Optionen: (1) Du belichtest die Highlights und verlierst damit Details im Schatten oder (2) andersherum. Zwar werden die neuen Kameras dahin gehend immer weiter optimiert, jedoch besteht noch ein großer Unterschied zum menschlichen Auge. 

Der generelle Kontrast- und Dynamikumfang Deiner Kamera beschreibt das Spektrum der Helligkeitsstufen, das Dein Bildsensor registrieren kann. Dabei kannst Du Dir merken, dass je kleiner der Sensor der Kamera ist, desto geringer ist auch der Kontrastumfang. Daher verwenden z.B. Landschaftsfotograf:innen oft Vollformatkameras

Mit der Zeit wirst Du lernen, ein Bild aus der Perspektive der Kamera zu sehen. Das bedeutet, Du lernst, wann ein Kontrast schwierig abzubilden sein könnte. Mit zunehmender Erfahrung wirst Du dann auch lernen, wie Du gewisse problematische Kontraste verbessern kannst. Dazu eignen sich oft Filter, Reflektoren oder eine bessere zeitliche Planung beim nächsten Trip, wenn bessere Lichtverhältnisse herrschen. 

Aber denk immer dran, Silhouetten und ein extremer Kontrast zwischen Farben sind oft ein tolles Stilmittel! 

Wie groß ist der Kontrastumfang meiner Kamera?

Wenn Du testen möchtest, wie groß der Kontrastumfang Deiner Kamera ist, fotografiere eine Silhouette und belichte so, dass sich Details in den Highlights abzeichnen. Dein Bild speicherst Du dann im RAW Format ab und dann geht es ab in die Nachbearbeitung. 

Die Highlights bleiben dabei unverändert und die dunklen Schatten hellst Du auf. Je größer der Umfang ist, desto heller kannst Du die dunklen Stellen machen. 

Kontraste in der Nachbearbeitung ändern

Nachdem Du ein Bild aufgenommen hast, kannst Du den Kontrast natürlich auch in der Nachbearbeitung verändern – wenn Du es im RAW Format gespeichert hast. In Lightroom hast du etwa die Möglichkeit, den Kontrast direkt zu beeinflussen, indem Du den Regler verschiebst. Schiebst Du ihn ins Positive, werden die dunklen Pixel dunkler und die hellen aufgehellt. Schiebst Du den Regler ins Negative, passiert dasselbe einfach andersherum, was bedeutet, dass Tiefen und Höhen eher angeglichen werden.

Allerdings kannst Du auch die Lichter und Tiefen Deines Bildes separat bearbeiten. Beide Möglichkeiten haben, wie der Kontrast, einen eigenen Regler. Somit hast Du die Möglichkeit, Dein Bild individuell zu gestalten. Dafür solltest Du Dir folgendes merken:

  • Regler „Licht“ ins Negative (-) ziehen → Details in den Highlights werden sichtbar (wie im Himmel)
  • Regler „Tiefe“ ins Negative (-) ziehen → Die Schatten werden verdunkelt
  • Regler „Tiefe“ ins Positive (+) → Details in den Highlights werden sichtbar

Auch über die Gradationskurve kannst Du den Kontrast Deines Bildes ändern.

Kontrast Lightroom Bearbeitung Beispiel

Du hast Fragen, Anregungen oder Feedback? Dich hat schon super lange ein ganz spezielles Thema interessiert? Dann schreib mir doch einfach eine E-Mail und ich kümmere mich drum!

Ich freu mich schon, von Dir zu hören!

Liebe Grüße aus Köln!
Jana

Zeigt vier Bilder mit den jeweiligen Presets hinterlegt.

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