Zu sehen sind verschiedene Objektivtypen.

Bleib mal Objektiv! – Dein Guide zum neuen Kameraobjektiv

Ob Foto-Profi oder Neuling: Dir ist sicher bekannt, dass Du ohne das richtige Objektiv, nie das perfekte Foto schießen wirst. Aber kennst Du das Gefühl, wenn Du Dir endlich mal wieder ein neues Objektiv gönnen willst, es jedoch so viel Auswahl gibt, dass Du völlig überfordert bist? Ein Mischmasch aus Brennweite, Tiefenschärfe und Objektivbeschreibung – doch welches Objektiv brauchst Du eigentlich? Wir erklären Dir kurz und knapp, was Du wissen musst, um Dein zukünftiges Lieblings-Objektiv zu finden.

Du hast noch gar keine Kameraerfahrung und bist neu im Business? Kein Problem! Dann wird es Dir bestimmt helfen, mit den Basics zu starten, damit Du so schnell wie möglich den perfekten Moment einfangen kannst. Aber fangen wir von vorne an:

Die Brennweite eines Objektivs

Die Brennweite beschreibt den optischen Abstand zwischen dem einfallenden Licht und dem Sensor (oder der Filmebene) Deiner Kamera. Sie wird in Millimetern (mm) angegeben und je kleiner der Brennweiten-Wert, desto weitwinkliger das „Blickfeld“. Eine große Brennweite bedeutet, dass Du einen kleineren Bildausschnitt einfangen kannst. Im Umkehrschluss bedeutet eine kleine Brennweite also, dass Du einen größeren Bildausschnitt einfängst.

Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass je näher man sich am Brennpunkt befindet, desto geringer ist die Tiefenschärfe. Das bedeutet quasi, je näher Du an das zu fotografierende Objekt herangehst, desto unschärfer wirkt der Hintergrund.

Abgebildet sind verschiedene Fokusebenen in unterschiedlicher Tiefenschärfe bei gleicher Blende.
Abgebildet sind verschiedene Fokusebenen in unterschiedlicher Tiefenschärfe.

Die Tiefenschärfe, die man durch die Blende erreichen kann 

Ob Tiefenschärfe oder Schärfentiefe ist eigentlich egal. Welche Bezeichnung man verwendet ist reine Geschmackssache, denn beide Begriffe bedeuten das Gleiche. Die Tiefenschärfe beschreibt den Abstand zwischen dem vordersten und dem hintersten Objekt auf deinem Foto. Dabei geht es darum, wie groß der scharf gestellte Bereich dieses Abstandes ist. Deine Kamera kann nämlich nur einen Punkt scharf stellen und von da an beginnt der Hintergrund unscharf zu werden. Mit einer strategisch gewählten Blende kannst du den scharf gestellten Bereich jedoch kleiner oder größer erscheinen lassen. Das heißt, derselbe Hintergrund kann mit einer anderen Blendeneinstellung entweder scharf oder unscharf abgebildet werden.

Die Tiefenschärfe hängt nämlich stark mit der Blende Deiner Kamera zusammen. Möchtest Du eine große Tiefenschärfe erzeugen, musst Du eine geschlossene Blende einstellen, damit der Großteil von Deinem Foto im Fokus liegt – also scharf abgebildet wird.

Wenn Du eine geringe Tiefenschärfe erzeugen möchtest, solltest Du eine offene Blende verwenden, damit nur ein kleiner Bereich im Fokus liegt und der Rest unscharf erscheint.

Merken:

  • geringe Tiefenschärfe = offene Blende => Hintergrund verschwommen
  • hohe Tiefenschärfe = geschlossene Blende => Hintergrund scharf

Anwendungstipps zur Blende:

  • Porträt:                                 f/1.4  bis f/5.6
  • Landschaft:                          f/8     bis f/16
  • Bewegende Elemente:        f/16   bis f/32

Objektive und ihre Funktionen 

Die Auswahl für Dein richtiges Objektiv kommt auf verschiedene Faktoren an. Objektive unterscheiden sich nämlich hauptsächlich in der Brennweite und der Blende. Die meist genutzte Ausstattung besteht aus einem Standard-, einem Weitwinkel- und einem Teleobjektiv. Mit allen dreien bist Du auf jeden Fall schon mal exzellent ausgestattet!

Objektiv Typen

Eigenschaften

Brennweite

Nutzung

Standard

  • geringe Verzerrung
  • entspricht ca. dem Blickwinkel des menschlichen Auges
  • Bild sieht angenehm und vertraut aus
  • Blende variabel 

24 – 70mm

  • Alltagsfotografie
  • natürliche Perspektiven

Zoom

  • Allrounder
  • schwer

variabel

  • für schnelle Perspektivwechsel in unterschiedlichen Situationen
  • ermöglicht große Anzahl an Perspektiven
  • Alltags Allrounder

Festbrennweiten

  • hohe Lichtstärke
  • große offene Blende möglich
  • bessere Auflösung
  • schärfere Bilder

Fest

Weitwinkel

  • Weites Sichtfeld
  • Verzerrung am Bildrand

11 – 35mm 

  • große Räume
  • Landschaften
  • Architektur

Telezoom

  • Wirkt wie ein Fernglas
  • Hintergrund verschwimmt

70 – 400mm

  • Motive in großer Distanz
  • Tierfotografie
  • Sportfotografie
  • Porträts

Makro

  • Kürzere Fokusdistanz
  • Ermöglicht sehr kleine Distanz zum Objekt mit 1:1 Vergrößerungsfaktor

40 – 100mm

  • Natur 
  • Detailaufnahmen
  • Produktfotos

Hoffentlich konnten wir Dir mit den Infos weiterhelfen, sodass Du bei Deinem nächsten Objektiv-Kauf ganz genau weißt, worauf Du achten solltest. Um das perfekte Bild zu schießen, reicht es selbstverständlich nicht aus, nur das ideale Objektiv zu haben! Natürlich kommt da noch die ein oder andere Einstellung hinzu, aber auch diese werden wir Dir in den kommenden Beiträgen genauestens erklären. Step by step zum perfekten Bild!

Du hast Fragen, Anregungen oder Feedback? Dich hat schon super lange ein ganz spezielles Thema interessiert? Dann schreib mir doch einfach eine E-Mail und ich kümmere mich drum!
Ich freu mich schon, von Dir zu hören!

Liebe Grüße aus Köln!
Jana

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