Titelbild der Bildkomposition im Schnee

5 Tipps der Bildkomposition für Deine Landschaftsbilder

Bestimmt kennst Du selbst einige Tipps und Tricks, um Deinen Bildern das gewisse Etwas und Spannung zu verleihen. Wir haben Dir mal unsere Tricks vorbereitet und vielleicht können wir Dir so dabei helfen, Deine Bilder neu zu gestalten! 

Es geht um die Komposition von Bildern, und zwar nur mithilfe der Natur – ohne jegliche Hilfsmittel. Aber Bildkomposition, was ist das? Was kannst Du in Deiner Umgebung nutzen, um Spannung zu erzeugen? Wie kannst Du die betrachtende Person mit Deinem Bild in den Bann ziehen? 

Zuallererst: Wir zeigen Dir heute die Grundlagen der Bildkomposition. Natürlich gibt es noch viele weitere Kompositionen! 

Sieh die Welt nicht so engstirnig! Wechsle Perspektiven und schau, wie Deine Umgebung sich dadurch verändert. Fotografierst Du etwa in der Froschperspektive den Wald und den Himmel, so bekommst Du gleich ein komplett anderes Bild, wenn Du vielleicht an derselben Stelle eine Drohne einsetzt! Auch einfaches Umdrehen kann manchmal Wunder bewirken. 

Die Drittelregel als Element der Bildkomposition

Rotes Kayak auf der Kayaktour auf dem See, Drittelregel angewendet

Die erste und wahrscheinlich bekannteste aller Komposition eines Bildes: Die Drittelregel. Dafür ist es natürlich wichtig – solltest Du diese Einstellung nicht sowieso immer anhaben – die Gitterlinien Deiner Kamera im Live-Modus anzeigen zu lassen. 

Dann musst Du eigentlich nur wissen, dass Du Dein Bild in zu aufteilst – ob horizontal oder vertikal bleibt Dir überlassen. Bei diesem Stilmittel geht es darum, die Motive nicht einfach mittig auf dem Bild zu platzieren, sondern auf den Schnittpunkten der Linien, um Tiefe und Spannung zu erzeugen. 

Ein einfaches Beispiel ist der Horizont. Wenn du die Horizontlinie genau auf eine der beiden horizontalen Displaylinien legst, hast Du die Regel ideal angewendet.

Das Framing zur Umrahmung des Motivs

Framing bedeutet auf Deutsch: Umrahmung. Das heißt, es geht bei diesem Stilmittel darum, etwas in der Umgebung zu finden, mit dem Du das Motiv umrahmen kannst, sodass es zentrierter im Bild dasteht. Das hat den Effekt, dass Du das Motiv in den Mittelpunkt rückst und somit die Wichtigkeit betonst. Meist kann man dazu Büsche oder Bäume in der Natur wählen. Auch Torbögen und offene Haustüren werden gern gesehen oder sogar reine Lichteffekte!

Framing angewendet am Kölner Dom
Leading Lines angewendet, Rolltreppe mit Person

Leading Lines führen Dich zum Ziel

Die Leading Lines sind bekanntermaßen Linien, die Dich visuell durch das Bild leiten. Größtenteils beginnen sie im unteren Teil des Bildes und leiten die betrachtende Person dann entweder ins Zentrum oder komplett durch das Bild und oben wieder heraus. So legst Du auch hier den Fokus auf das Motiv und verzauberst die Personen, die sich in Deinem Bild verläuft. Meist beschäftigen sie sich dann länger mit Deiner Kreation. 

Dazu kannst Du einfach verschiedene Schatten, Bahngleise, (Wander-) Wege, Zäune, Bachläufe und Flüsse oder gar Straßen nutzen! Alles, was sich nun mal anbietet. 

Symmetrien für mehr Spannung

Symmetrien sind für uns Menschen einfach faszinierend. Meist haben sie eine beruhigende Wirkung auf uns, da sie eine gewisse Gleichmäßigkeit aufweisen. Beliebt in der Landschaftsfotografie ist daher die Spiegelsymmetrie. Das heißt, entweder das Objekt ist so platziert, dass die linke sowie die rechte Seite gleich aussehen, es jedoch nicht sind, oder man wiederholt die eine Bildhälfte in der anderen, wie als hätte man einen Spiegel in die Mitte gestellt. Diese Art der Spiegelsymmetrie lässt sich insbesondere in stillen Gewässern (wie Seen oder Pfützen) gut abbilden.

Auch findest Du Symmetrien in Mustern, wie etwa Streifen von Schatten oder Lichtern, Mandalas in der Street-Art oder auch Alleen in der Landschaft. 

Spiegelsymmetrie angewendet in der U-Bahn
Minimalismus angewendet bei einem Segelboot auf dem Meer, Drohnenfoto

Minimalismus.

Der Minimalismus holt den Fokus zurück auf das Wichtigste im Leben – so auch in der Fotografie. Denn auch die Fotografie kann von Vereinfachung leben, indem die Aussage des Bildes auf ein Minimum reduziert und dabei viel Freiraum für Interpretationen gelassen wird, über das, was hinter den Grenzen des Bildes passiert. Damit erzeugst Du eine bestimmte Perspektive auf das Bild und die Umgebung und forderst die betrachtende Person dazu auf, sich mit dem Gesehenen mehr als üblich auseinanderzusetzen.  

Aber Achtung! Es ist zwar wunderschön, die Komplexität der Umwelt für einen Moment aus den Augen zu verlieren, jedoch solltest Du hier aufpassen! Den Minimalismus musst Du gekonnt einsetzen, da Du Dich sonst auf einer Gratwanderungen zu langweiligen Bildern bewegst. 

Unser Tipp an Dich? Kenne die Regeln der Bildkomposition, um die gekonnt zu ignorieren! Es ist immer schön und gut, die Basic Regeln zu kennen und diese zielführend einzusetzen. Jedoch solltest Du immer daran denken, wenn Du Dich zu strikt an all diese Regeln hältst, wirken Deine Bilder schnell gestellt und unecht. Also übertreib es nicht und tob’ Dich auch mal aus. Denn was ist Bildkomposition? Im Endeffekt entscheidest das Du!

Du hast Fragen, Anregungen oder Feedback? Dich hat schon super lange ein ganz spezielles Thema interessiert? Dann schreib mir doch einfach eine E-Mail und ich kümmere mich drum!
Ich freu mich schon, von Dir zu hören!

Liebe Grüße aus Köln!
Jana

Zeigt vier Bilder mit den jeweiligen Presets hinterlegt.

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